Pipette klein

Mit 2013 werden für die Medizinischen Assistenzberufe neue gesetzliche Grundlagen geschaffen. Die neue Ausbildungsverordnung, wird die zukünftig Zugangsvoraussetzungen regeln. Genauere Informationen können wir frühestens ab Sommer 2013 bereitstellen.

  •  
  •  

Kontakt

Ursula Lampacher
Tel +43 512 5322-752339
Fax +43(0)50/8648-672339
ursula.lampacher@azw.ac.at 
 

Medizinisch-technische Fachkraft

Ausbildung

Berufsbild

Mit 2013 werden für die Medizinischen Assistenzberufe neue gesetzliche Grundlagen geschaffen. Die neue Ausbildungsverordnung, wird die zukünftig Zugangsvoraussetzungen regeln. Genauere Informationen können wir frühestens ab Sommer 2013 bereitstellen.

 

Der Beruf der diplomierten medizinisch-technischen Fachkraft ist interdisziplinär und vereint drei verschiedene Berufsbilder im diagnostischen und therapeutischen Bereich. Der diplomierte medizinisch-technische Fachdienst umfasst die Ausführung einfacher medizinisch-technischer Laboratoriumsmethoden, einfacher physiotherapeutischer Behandlungen sowie Hilfeleistungen bei der Anwendung von Röntgenstrahlen zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken.

 

nach oben

Ausbildungsziele

Das Tätigkeitsfeld im Bereich der einfachen medizinisch-technischen Laboratoriumsmethoden umfasst die Durchführung einfacher Harn- und Blutuntersuchungen sowie die Anfertigung von Ausstrich-präparaten aus Körperflüssigkeiten, Sekreten und Exkreten. Das Tätigkeitsfeld im Bereich der einfachen physiotherapeutischen Maßnahmen umfasst die Thermo-, Licht-, Hydro- und Balneotherapie sowie die einfache Massage. Das Tätigkeitsfeld im Bereich der einfachen röntgenologisch-technischen Maßnahmen umfasst die Hilfeleistung bei der Durchführung von Röntgendurchleuchtungen und therapeutischen Röntgenbestrahlungen, die Anfertigung einfacher Röntgenaufnahmen, Bedienung der Apparate und Dosismesser und den Strahlenschutz. (§57, Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die medizinisch-technischen Dienste, 560. Verordnung, 1974).

nach oben

Berufsperspektiven

Nach der Diplomierung können die AbsolventInnen in Krankenanstalten oder Reha-Einrichtungen tätig werden und in Ordinationen arbeiten. Dabei sind sie – nicht selten – in allen drei Fachbereichen, in denen sie ausgebildet wurden, tätig.

nach oben

Theoretische Ausbildung

Die Ausbildung umfasst insgesamt 610 Unterrichtseinheiten (UE):

  • Anatomie (110 UE)
  • Physiologie (40 UE)
  • Einführung i. d. Physik, Elektrizitätslehre (20 UE)
  • Pathologie (125 UE)
  • Hygiene (30 UE)
  • Erste Hilfe und Verbandslehre (20 UE)
  • Grundzüge des ASVG (30 UE)
  • Krankenhausbetriebsführung (10 UE)
  • Laboratoriumseinführung (30 UE)
  • Chemie (60 UE)
  • Histologie (30 UE)
  • Mikrobiologie (30 UE)
  • Serologie (20 UE)
  • Hämatologie (60 UE)
  • Klinische Mikroskopie (20 UE)
  • Klinische Laboratoriumsuntersuchungen (60 UE)
  • Blutgruppenserologie (30 UE)
  • Röntgenanatomie (40 UE)
  • Strahlenbiologie u. Strahlenschutz (40 UE)
  • Strahlenphysik u. Dosimetrie (40 UE)
  • Einstelltechnik (60 UE)
  • Apparatekunde (30 UE)
  • Kontrastmittelkunde (30 UE)
  • Röntgenfotografie (20 UE)
  • EDV (30 UE)
  • Krankenpflege (20 UE)
  • Thermo-, Elektro-, Lichttherapie (50 UE)
  • Hydro- u. Balneotherapie (40 UE)
  • Massage (60 UE)

nach oben

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung umfasst insgesamt 2800 Stunden.

Die Gestaltung des Praktikums an der Schule und an den Praktikumsstellen hat der Erfüllung zu dienen, dass die AbsolventInnen die erforderlichen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten für die berufsmäßige Ausführung ihres Berufes erlangen können. Durch ein Output orientiertes Lernen sollen die SchülerInnen eine umfangreiche praktische Expertise sowie eine hohe soziale Kompetenz erwerben.

Im Bereich des medizinisch-diagnostischen Labors werden im Rahmen der Ausbildung im schuleigenen Labor die SchülerInnen in den Fächern Hämatologie, Gerinnung, Histologie, Klinische Chemie, Stuhl- und Harnanalytik, Blutgruppenuntersuchungstechniken und Klinische Mikroskopie gemeinsam praktisch unterrichtet.

Der radiologisch-technische Teil der Ausbildung umfasst die Anfertigung von Röntgenbildern im konventionellen Röntgen, Schnittbildverfahren und die Mitarbeit bei interventionellen Untersuchungen.

Das Lehrziel im physiotherapeutischen Bereich der Fachausbildung ist die fachkompetente Anwendung und Ausführung von Heilmassagen, hydro- und balneotherapeutischen Methoden und die breite Palette der Elektro-, Licht- Photo- und Mechanotherapie. Diese therapeutischen Werkzeuge werden zunächst in den schuleigenen Therapieräumlichkeiten praktisch erlernt um in weiterer Folge direkt am Patienten zur Anwendung gebracht.

Ergänzend dazu müssen die SchülerInnen in diesen Bereichen Pflichtpraktika im Routinebetrieb von öffentlichen Krankenanstalten, privaten Laboratorien, Radiologen und physiotherapeutischen Ambulatorien absolvieren.

Zusätzlich müssen Praktika auf einer bettenführenden Station und in einem Ambulanzbetrieb durchgeführt werden.

nach oben

Prüfungen

Nach positiver Ablegung aller vorgeschriebenen Einzelprüfungen und positiver Bewertung aller vorgeschriebenen Praktika sind kommissionelle Diplomprüfungen am Ende eines jeden Ausbildungsabschnittes abzulegen. Nach erfolgreich abgelegten Diplomprüfungen erhalten die SchülerInnen ein Gesamtdiplom.

nach oben

Abschluss

Diplomierte Medizinisch-technische Fachkraft

nach oben

Leitung

Schuldirektorin
Elisabeth Kalchschmid

Med.-wissenschaftliche Leitung
Univ.-Prof. Dr. Günther Gastl

nach oben

Anmeldung

Zielgruppe

Die Ausbildung zur medizinisch-technischen Fachkraft richtet sich an Personen mit Interesse für einen Gesundheitsberuf, die folgende persönlichen Eigenschaften mitbringen:

  • Interesse an naturwissenschaftlichen und technischen Vorgängen
  • Aufgeschlossenheit im Umgang mit kranken Menschen
  • Einfühlungsvermögen und Beobachtungsgabe
  • körperliche und psychische Belastbarkeit und Geduld
  • Lernbereitschaft in Theorie und Praxis
  • manuelle Geschicklichkeit
  • technisches Verständnis

nach oben

Zugangsvoraussetzungen

  • vollendetes 17. Lebensjahr (bis max. 35 Jahre)
  • körperliche, geistige und gesundheitliche Eignung zur Erfüllung der Berufspflicht
  • Unbescholtenheit
  • Schulbildung: mindestens 9 erfolgreich abgeschlossene Schulstufen

Voraussetzung für eine Aufnahme ist ein positiv absolviertes Aufnahmeverfahren, zu dem die BewerberInnen rechtzeitig schriftlich eingeladen werden.

Der Berufseignungstest besteht aus einem schriftlichen Test, in dem die Merkmale logisches Denken, Merkfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit und mathematische Grundlagen abgefragt werden sowie aus praktischen Übungen.

Über die endgültige Aufnahme entscheidet die Aufnahmekommission. Das Ergebnis wird den BewerbernInnen schriftlich mitgeteilt.

nach oben

Bewerbung

Die vollständigen Bewerbungsunterlagen können bis zum Anmeldeschluss eingereicht werden.

Unvollständige oder zu spät eingereichte Unterlagen können nicht berücksichtigt werden.

Bewerbungsunterlagen:

  • ausgefüllter, unterschriebener Bewerbungsbogen (Original, siehe Download im Infokasten) inklusive aufgeklebtes Passfoto
  • Schulabschlusszeugnis (Kopie)
  • Geburtsurkunde (Kopie)
  • Staatsbürgerschaftsnachweis (Kopie)
  • Einzahlungsbeleg Inskriptionsgebühr: für TirolerInnen € 40,-, für Nicht-TirolerInnen € 120,-

nach erfolgter Aufnahme:

  • Strafregisterbescheinigung (Original, nicht älter als 3 Monate)
  • Schulabschlusszeugnis (beglaubigte Kopie)
  • Medizinischer Beurteilungsbogen 

Eine Beglaubigung ist möglich bei Bezirksgericht oder Notar. Wir akzeptieren auch eine gemeindeamtliche Bestätigung.


Ihre Bewerbung senden Sie bitte an

AZW
z.H. Frau Ursula Lampacher
Innrain 98
6020 Innsbruck

Unvollständige oder zu spät eingereichte Unterlagen können nicht berücksichtigt werden.

nach oben

Ausbildungskosten

Inskriptionsgebühr für TirolerInnen: € 40,-
Inskriptionsgebühr für Nicht-TirolerInnen: € 120,-

Kontonummer AZW: 210 092 637
BLZ 57000 Hypo Tirol Bank
IBAN: AT 47 5700 0002 1009 2637
SWIFT/BIC: HYPTAT22
Verwendungszweck: IS-MTD/47110/21320

nach oben

Förderungen

MTF-SchülerInnen mit österreichischer Staatsbürgerschaft können um Schülerbeihilfe ansuchen. Anträge dazu liegen bei Schulbeginn im MTD-Sekretariat bzw. in der Schuldirektion auf.

nach oben

Leistungen der Bildungseinrichtung

Die SchülerInnen sind Unfall-, kranken- und pensionsversichert.

Im Lernzentrum stehen den Studierenden eine Bibliothek mit gut ausgestatteter und aktueller Fachliteratur sowie EDV-Arbeitsplätze zur Verfügung. Da die Verfügbarkeit der vorhandenen Geräte jedoch beschränkt ist, empfiehlt die Schuldirektion die Anschaffung eines eigenen PCs.

nach oben