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Zum Wohle der PatientInnen: AZW und tirol kliniken eröffnen ein Interprofessionelles Trainings- und Simulationszentrum

Ganz im Sinne der PatientInnensicherheit haben sich die tirol kliniken etwas Besonderes einfallen lassen. Anfang Oktober wird das erste Interprofessionelle Trainings- und Simulationszentrum auf einer Fläche von 600 m² am AZW eröffnet. Durch stetiges Üben und Verfestigen von Handgriffen soll die Sicherheit von einzelnen MitarbeiterInnen, aber auch von gesamten Behandlungsteams in schwierigen Situationen und Notfällen erhöht werden. Von dem perfekten Zusammenspiel der einzelnen Berufsgruppen werden primär die PatientInnen profitieren. 

Das Interprofessionelle Trainings- und Simulationszentrum ist so konzipiert, dass es der Aus- und der Fortbildung von ÄrztInnen, Pflegepersonen, Hebammen und den Angehörigen der medizinisch-technischen Berufe dient und zwar am besten gleich in Teams. Denn die Angehörigen der einzelnen Gesundheitsberufe sprechen ihre eigene (Fach)Sprache und dies kann in Stress- und Notsituationen zu Missverständnissen und in besonders unglücklichen Fällen zu Fehlern führen.  

Gesundheits- und Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg: „Die tirol kliniken nehmen im AZW in Innsbruck noch heuer ein interprofessionelles Trainings- und Simulationszentrum in Betrieb. Für mich bedeutet das einen gewaltigen Innovationsschub für die Aus- und Weiterbildung in Medizin und Pflege in Tirol. Grundlegende medizinische und pflegerische Fertigkeiten bis hin zu anspruchsvollen endoskopischen sowie operativen Eingriffen können erlernt und perfektioniert werden. An einer computergesteuerten Puppe werden etwa Atmung, Kreislauf und Bewusstsein ebenso simuliert wie Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Asthmaanfall oder Lungenembolie. Das gilt auch für typische Verletzungen mit den Folgen Blutung, Schock und Kreislaufstillstand.
Von häufigen Herausforderungen des klinischen Alltags bis zu sehr speziellen Zwischenfällen werden unterschiedlichste Trainingsbedürfnisse abgedeckt. Digitalisierung im Gesundheitswesen ist an vielen Stellen sehr fortgeschritten wie im Bereich ELGA, eHealth  oder im Bereich Simulation. Das gegenständliche Trainings- und Simulationszentrum führt zur Entlastung von PatientInnen, die in den Lehrkrankenhäusern der tirol kliniken behandelt werden. Gleichzeitig können der Behandlungserfolg und die PatientInnensicherheit in den tirol kliniken damit erhöht werden.“


Ausgestattet ist das Trainings- und Simulationszentrum mit einer hochmodernen Intensivstation, einem klassischen OP-Saal, der auch als Herzkatheter- oder Schockraum umfunktioniert werden kann sowie einer Normalstation, die in einen Kreissaal oder in ein Überwachungszimmer umgebaut werden kann. Damit können alle klassischen Szenarien in der Intensiv- und Notfallmedizin abgedeckt werden. „Immer mit der Zielsetzung, die Sicherheit aller vertretenen Berufsgruppen im Ablauf von klinischen Prozessen zu erhöhen, die Kommunikation zu verbessern und die Arbeit im Team zu stärken. Das alles kommt schlussendlich unseren Patientinnen und Patienten zu Gute“, so Stefan Deflorian, Geschäftsführer der tirol kliniken.

Darüber hinaus stehen zwei Trainingsräume, so genannte Skillslabs, zur Verfügung, die das Trainieren einzelner Handgriffe schon während der Ausbildung optimal ermöglichen. Ein technisch ausgeklügeltes Audio- und Videosystem zeichnet die Trainingssituationen auf, so dass diese im Rahmen einer Nachbesprechung mit den TeilnehmerInnen analysiert und reflektiert werden können. „Mit dem Interprofessionellen Trainings- und Simulationszentrum stehen nun auf einer zusätzlichen Fläche von 600 m² hervorragend ausgestattete und hochmoderne Ausbildungsmöglichkeiten zur Verfügung, die von den Grundausbildungen bis hin zu speziellen Schulungen den Kenntnisstand der Gesundheitsberufe deutlich erhöhen werden. Fehler, die es irgendwo in der Welt bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten gegeben hat, werden nachgestellt und somit eventuelle Unsicherheiten in Bezug auf Zwischenfälle bzw. Notfälle bewusst trainiert. Hat man einen Zwischenfall gut geübt, ist man auf den Ernstfall einfach besser vorbereitet“, erklärt  Walter Draxl, Direktor des AZW.

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