Aktuell

Neues aus dem G'sunden Garten - Mai

Der Ginkgo- oder Tempelbaum ist einer der ältesten Bäume überhaupt und war auch vor 30 Millionen Jahren in Mitteleuropa heimisch. Charakteristisch sind die Blätter in Form eines zweigeteilten Fächers, die bereits Goethe inspirierten und an Freundschaft denken ließen. Die Blätter sind es auch, die für medizinische Zwecke verwendet werden. Der Ginkgo ist äußerst widerstandsfähig, er überlebte sogar die Katastrophe von Hiroshima und Nagasaki – im nachfolgenden Frühjahr trieb der Ginkgo am Rande des Atomkraters bereits wieder aus. 

Aus den Laubblättern werden Extrakte hergestellt, wichtige Inhaltsstoffe sind die Flavonglykoside  und Terpenlactone. Wissenschaftlich belegte Anwendungen sind Gehirnfunktionsstörungen infolge mangelhafter Durchblutung, Konzentrationsschwäche, Demenz, Schwindel und Ohrgeräusche.  Ginkgoextrakte beugen Schädigungen durch freie Radikale vor und verbessern die Gedächtnisleistung bei der Alzheimer-Erkrankung. Aufgrund der durchblutungsfördernden Wirkung eignen sich Zubereitungen auch zur Therapie von Venenerkrankungen.

Neben Extrakten werden auch Auszüge aus den Knospen, sogenannte Gemmo-Mazerate, verwendet. Diese, bei uns noch junge Therapieform, ist eine sanfte aber durchaus wirkungsvolle Behandlungsalternative. Ab dem nächsten Frühjahr gibt es auch an der azw-academy Kurse zur Herstellung von Knospen-Mazeraten.  

 

Ginkgo-Blatt – nach Goethe Sinnbild der Freundschaft

(Quelle: Naschpflanzen.de)

 

zurück

Gingko-Blatt

nach oben