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Neues aus dem G'sunden Garten:

Er sieht eigentlich ganz herzig aus, der gelbe Eisenhut (Aconitum lycoctonum - Hahnenfußgewächs), mit seinen gelben Hütchen. Tatsächlich ist die Pflanze die  giftigste Blume der Alpen. Der toxische Inhaltsstoff Aconitin führt nach Einnahme bereits weniger mg in kürzester Zeit zum Tod. Das Gift ist in allen Teilen der Pflanze enthalten, erreicht jedoch in den Samen den höchsten Wert. Sein Bruder, der Blaue Eisenhut, ist nicht minder giftig. In früherer Zeit hat man den Gelben Eisenhut dazu genutzt, um Wölfe zu vergiften, daher auch der Name „Wolfseisenhut“. Vergiftungsunfälle bei Menschen sind zwar heute selten, dennoch sind Kinder gefährdet, mit den lustigen Hütchen zu spielen und sie dann auch zu verzehren. Auch der Kontakt mit der Haut kann zu Vergiftungserscheinungen führen. Diese treten rasch auf und zeigen sich zunächst mit einem Brennen im Mund, Finger und Zehen. Die Parästhesien breiten sich dann zusammen mit Schweißausbrüchen und Frösteln auf den ganzen Körper aus. Es folgen quälendes Erbrechen und Bauchkrämpfe, Lähmungen der Skelettmuskulatur mit stärksten Schmerzen. Der Tod durch Herzversagen und Atemlähmung tritt nach Stunden bei vollem Bewusstsein ein. Bei Verdacht einer Vergiftung müssen sofort eine notärztliche Versorgung und ein Transport in eine Klinik erfolgen, um durch sofortiges Erbrechenlassen und Magenspülung das Gift zu entfernen. (Vgl. Frohne, Pfänder, 2004)

Der Gelbe Eisenhut: Begegnung mit der giftigsten Pflanze der Alpen bei einer Radeltour durch das Karwendel (Foto: Krims, 2018)

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