Übersicht

Ausbildungsdauer
10 Monate
Abschluss
Berechtigung zur Führung
der Zusatzbezeichnung „Opferschutzberatung“
Ausbildungsart
berufsbegleitend
Ausbildungsrhythums
jährlich
Ausbildungsort
Innsbruck
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  •  

Standort Innsbruck

AZW, Innrain 98
6020 Innsbruck 
 

Termine

Derzeit wird diese Ausbildung nicht angeboten.
Bei Interesse wenden Sie ich bitte an unten angeführte Kontaktadresse.
 
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Kontakt

Barbara Bratusek
Tel +43 512 5322-75208
Fax +43 512 5322-6775208
barbara.bratusek@azw.ac.at

Weiterbildung Opferschutzberatung im Gesundheitswesen („Forensic Nursing“)

Ausbildung

Berufsbild

OpferschutzberaterInnen arbeiten als SpezialistInnen in Krankenanstalten, Kliniken, Alters- und Pflegeheimen, Gesundheits- und Sozialsprengel. 

Forensisch geschulte Gesundheitsfachpersonen erkennen Opfer von Gewaltdelikten, erheben Befunde, dokumentieren diese und sprechen geeignete Empfehlungen aus. So schließen sie die Lücke zwischen der Gesundheitsversorgung und den Institutionen der Rechtsdurchsetzung. 

Sie sind in der Anwendung von Wissenschaft und Pflege auf Kriminaluntersuchungen und andere rechtlich begründete Angelegenheiten spezialisiert.

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Ausbildungsziele

Die AbsolventInnen

  • lernen in dieser Weiterbildung, Beweismittel zu erkennen und für das Gericht nutzbar zu sammeln.
  • erkennen Opfer von Gewaltdelikten, behandeln diese und sprechen geeignete Empfehlungen aus.
  • können Befunde zwischen unfallbedingt, selbstbeigebracht und deliktisch beigefügt differenzieren.
  • erkennen allgemeine Symptome und Risikokonstellationen bei Kindern und Erwachsenen, welche auf Gewalt hinweisen könnten.
  • kennen Assessmentinstrumente zur Erfassung von Gewaltbetroffenheit.
  • können forensische Beweise erfassen, sichern und eine gerichtsverwertbare Dokumentation erstellen.
  • kennen die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen des zivil- und Strafgesetzes, der Straf- prozessordnung sowie des Opferhilfegesetztes und die für ihren Berufstand geltenden Melderechte und –pflichten (Ärzte, MTD, Pflegepersonen)
  • erlangen Kenntnisse zum Opferschutz und zur Gefährlichkeitseinschätzung.
  • kennen die Grundlagen der forensischen Toxikologie (Alkohol, Drogen und Medikamenten).

 

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Berufsperspektiven

Die ExpertInnen können ihr erlerntes Spezialwissen in Krankenanstalten, Alters- und Pflegeheimen, Sozial- und Gesundheitssprengel und Tageskliniken zum Einsatz bringen.

 

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Theoretische Ausbildung

Die theoretische Ausbildung umfasst 160 Unterrichtseinheiten und wird in Form von Präsenzunterricht und Onlinephase (Blended eLearning) durchgeführt. Die Abschlussprüfung ist ein integrativer Bestandteil der theoretischen Ausbildung.
 
 
Die fachtheoretische Ausbildung umfasst folgende Fächer:
 
Rechtliche Grundlagen
  • Erwachsenen- und Kinderschutz, rechtliche und praktische Aspekte; Kennenlernen der zuständigen Institutionen
  • Einführung in relevante Aspekte Strafrecht, Zivilrecht und Verwaltungsrecht
  • Strafrechtliche Delikte wie Quälen und Vernachlässigen, Körperverletzung und Missbrauch
  • Zivilrechtliche Aspekte wie Schmerzensgeld und Schadensersatz
  • Berufsrechtliche Verpflichtungen wie Anzeige- und Meldepflicht, Datenschutz versus Anzeigepflicht
 
Medizinisch-wissenschaftliches Fachgebiet
  • Verletzungslehre, Traumatologie: Differenzierung Unfall, Selbstverletzung, deliktische Verletzung. Typische Verletzungen nach Verkehrsunfällen
  • Erfassen, dokumentieren und beurteilen von Verletzungen und dem Spurenbild
  • Workshop zu forensisch medizinischer Dokumentation, speziell fotografische Dokumentation
  • Vernachlässigung, Assessment, spezielle, altersabhängige Aspekte, Dokumentation, Interventionen 
  • Alkohol und relevante Drogen in der Verkehrsmedizin: Aspekte. Üben des Assessments an Fallbeispielen.
  • Sexuelle Gewalt: Assessment, Dokumentation, Interventionen, Spurenkunde
  • Umgang mit Gewalttätern, Risikoprognose
 
Opferschutz für Gesundheitsberufe
  • Einführung in die einzelnen Gewaltphänomene
  • Gewalt gegen Kinder und häusliche Gewalt 
  • Gewalt gegen Erwachsene 
  • Gewalt gegen betagte Menschen, öffentliche Gewalt 
 
Opferschutzberatung im Gesundheitsbereich
  • Die Rolle von Gesundheitsberufen im Maßnahmenvollzug 
  • Krankheitsbilder im Maßnahmenvollzug und interdisziplinärer Zugang 
  • Beobachtung und Prävention, Milieugestaltung, Beziehungsgestaltung
  • Stressmanagement in Gesundheitsberufen 
  • Deeskalation 
  • Assessementinstrumente zur Gewalteinschätzung 
  • Freiheitseinschränkende Maßnahmen
 
Termine
  • 1. Block 06. - 08.09.2018
  • 2. Block: 22. - 24.11.2018
  • 3. Block: 17. - 19.01.2019 
  • 4. Block: 14. - 16.03.2019 
  • 5. Block und Abschluss 13. - 15.06.2019
 
Abschlussfeier und Zeugnisüberreichung am 15.06.2019

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Praktische Ausbildung

Im Rahmen der Weiterbildung ist ein verpflichtendes Fachpraktikum von 40 Stunden vorgesehen. Die Praktikumsplanung erfolgt in Absprache mit der Leitung der Ausbildung.

Externe TeilnehmerInnen werden vom A. ö. Landeskrankenhaus (Universitätskliniken) Innsbruck als PraktikantInnen eingestellt, beziehen vom A. ö. Landeskrankenhaus (Universitätskliniken) jedoch keinen Gehalt

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Prüfungen

Zur Erlangung des Weiterbildungsabschlusses sind erforderlich:
  • regelmäßiger Besuch der Unterrichtseinheiten
  • positive Absolvierung der Projektarbeiten
  • positiv absolvierte Praktika
  • positiv absolvierte Abschlussprüfungen (schriftlich und/oder mündlich)
  • Präsentation der Abschlussarbeit

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Abschluss

Weiterbildungszeugnis gemäß § 64 des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes Berechtigung zur Führung der Zusatzbezeichnung „Opferschutzberatung“.

 

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Leitung

Direktion Pflege
Dr. Waltraud Buchberger, MSc

Lehrgangsleitung
Harald Tamerl, MSc

Medizinisch-wissenschaftliche Beiräte
Prim. Univ.-Prof. Dr. Christian Haring, M.Sc
Mag. Dr. Thomas Beck

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Anmeldung

Zielgruppe

  • Diplomierte/r Gesundheits- und KrankenpflegerIn der gehobenen Gesundheits- und Krankenpflege
  • MTD – z.B. PhysiotherapeutenIn, ErgotherapeutenIn, RadiologietechnologenIn, welche in einer Notfallaufnahme, Unfall Abteilungen, Intensivstationen, Kinderabteilung, gynäkologischen Abteilungen, in Heimen oder im Gesundheits- und Sozialsprengel tätig sind.
  • Für Alle Interessierten die sich vertieft in ein neues Fachgebiet einarbeiten möchten.
  • Mehrjährige Berufserfahrung ist von Vorteil, jedoch nicht Bedingung.

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Zugangsvoraussetzungen

Es gelten folgende Zugangsvoraussetzungen:
  • Diplom im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege
  • Abschluss im MTD- Bereich
  • EDV-Grundkenntnisse
 
Über die endgültige Aufnahme entscheidet die Leitung der Weiterbildung. Das Ergebnis wird den BewerberInnen schriftlich mitgeteilt
 

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Bewerbung

Bewerbungsunterlagen (bitte keine Originaldokumente und ohne Bewerbungsmappen)

  • ausgefüllter, unterschriebener Bewerbungsbogen (Download im Infokasten) inklusive aufgeklebtem Passfoto
  • Infektionsschutzanforderung (Download Infokasten)
  • Diplom (beglaubigte Kopie)
  • Zeugnis 3. Ausbildungsjahr (Kopie)
  • Geburtsurkunde (Kopie)
  • Heiratsurkunde (Kopie)
  • Einzahlungsbeleg Inskriptionsgebühr: € 70,- (Kopie oder Original)
  • Einzahlungsbeleg Selbstbehalt von Tirol Kliniken-Personal: € 50,- (Kopie oder Original)

Eine Beglaubigung ist möglich bei Bezirksgericht oder Notar. Wir akzeptieren auch eine gemeindeamtliche Bestätigung.

Ihre Bewerbung senden Sie bitte an

AZW
Sekretariat für SAB/WB Pflege
Innrain 98
6020 Innsbruck

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Ausbildungskosten

Lehrgangsgebühr: € 1.700,-  (zuzügl. 10% USt.)

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Ausbildungszentrums West für Gesundheitsberufe der Tirol Kliniken GmbH, Innrain 98, 6020 Innsbruck.

Für alle Personen, die in keinem Dienstverhältnis zur Tirol Kliniken GmbH stehen und die in die Ausbildung aufgenommen wurden, wird die Lehrgangsgebühr gesondert in Rechnung gestellt und von der Finanzbuchhaltung der Tirol Kliniken GmbH zugesandt. Diese ist prompt und ohne jeglichen Abzug und vor Ausbildungsbeginn zu begleichen.

Die Verrechnung der Lehrgangsgebühr für MitarbeiterInnen der vier Landeskrankenanstalten der Tirol Kliniken GmbH erfolgt direkt zwischen dem AZW und der jeweiligen Einrichtung.

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Inskriptionsgebühr

Inskriptionsgebühr: € 70,-
Selbstkostenanteil: € 50,- (nur für Tirol Kliniken-Personal)

Wird die Lehrgangsgebühr von der Tirol Kliniken GmbH übernommen, hat die/der BewerberIn einen Selbstkostenanteil von € 50,- zuzüglich zur Inskriptionsgebühr zu entrichten. Die Kopie oder das Original des Einzahlungsbeleges ist dem Bewerbungsbogen beizulegen.

Die Inskriptionsgebühr und ggfs. der Selbstkostenanteil sind bitte auf folgendes Konto zu überweisen:

BLZ 57000 Hypo Tirol Bank
IBAN: AT 47 5700 0002 1009 2637
SWIFT/BIC: HYPTAT22
Verwendungszweck IS-SAB/WB/47110/21312

Die Kopie oder das Original des Einzahlungsbeleges legen Sie bitte dem Bewerbungsbogen bei.

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Förderungen

Das Land Tirol fördert Maßnahmen zur Erhöhung der beruflichen Qualifikation. Nähere Angaben dazu auf der Homepage http://www.mein-update.at

Umfangreiche Informationen zu Fördermaßnahmen im Bildungsbereich finden sind in den angeführten Links. Für Detailabklärungen ist es unumgänglich, sich mit den einzelnen Förderstellen direkt in Verbindung zu setzen. 

Bitte informierten Sie sich frühzeitig! Aus dieser Information entsteht kein Rechtsanspruch.

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Leistungen der Bildungseinrichtung

Dienstkleidung wird bereitgestellt.

Im Lernzentrum stehen den Studierenden eine Bibliothek mit gut ausgestatteter und aktueller Fachliteratur sowie EDV-Arbeitsplätze zur Verfügung. Da die Verfügbarkeit der vorhandenen Geräte jedoch beschränkt ist, empfiehlt die Schuldirektion die Anschaffung eines eigenen PCs.

Für die Zeit der Ausbildung ist die Konsumierung der Personalverpflegung in den Häusern der Tirol Kliniken GmbH zu einem begünstigten Tarif möglich.

Wohnmöglichkeiten

Auskunft für Wohnen in Innsbruck
Mag. Peter Vokoun, MSc
Innrain 98, 6020 Innsbruck
Tel.: +43 512 5322-75205
Email: peter.vokoun@azw.ac.at 

 

Auskunft für Wohnen in Hall
TCC Studentenheim GmbH
Eduard Wallnöfer-Zentrum 2, 6060 Hall in Tirol
Tel.: +43 (0) 50 8648-3000
Email: office@campushotel.at

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